Ausblick

Dieses Konzept will ausgehend von den konkreten Bedingungen unserer Schülerinnen und Schüler und den sich wandelnden gesellschaftlichen Anforderungen an Schule und Lebenskompetenzen deutlich machen, dass die dargestellten pädagogischen Zielsetzungen der Grundschule Gießen-West besonders gut im Rahmen einer gebundenen Ganztagsschule im Profil 3 (mit dem Angebot einer Halbtagsklasse bei Bedarf) verwirklicht werden können, die diesen Kindern Tag für Tag einen rhythmisierten, verlässlichen Erfahrungs-, Handlungs-, und Lernprozess ermöglicht sowie ein Geborgenheit vermittelnder Lebensraum ist, ein „Ort, an dem man gern ist und bleiben mag, wo man mit anderen zusammen ist und mit ihnen etwas gemeinsam tun kann, wo etwas geschieht und gelernt werden kann, das mit meinem Leben jetzt zu tun hat, es wirklich reicher und mich sicherer macht, so dass ich mich … zuversichtlich auf dieses Lernen einlasse…“ (Prof. Becker, Berlin: "Mehr Zeit für Kinder“).

Unser Ziel ist es, im wertschätzenden, kritischen, zukunftsorientierten Dialog mit allen an Schule Beteiligten in „Nah und Fern“ in Bewegung zu bleiben, um unsere individuellen und gemeinsamen Lernchancen und Potentiale entfalten und weiterentwickeln zu können.

Eines unserer konkreten größeren Vorhaben für die nächste Zukunft betrifft den „Raum als drittem Pädagogen“. Nach über 40 Jahren ist unsere Schule energetisch und baulich umfassend sanierungsbedürftig. Die bereits beschriebene räumliche Grundkonzeption von 1971, die damals schon auf die Bedürfnisse von Kindern im Lern- und Lebensraum Ganztagsschule angelegt war, soll in wesentlichen Zügen erhalten werden, jedoch in etlichen Bereichen (z.B. komplette Barrierefreiheit für Kinder und Erwachsene, Lehrerarbeitsplätze, Labor für junge Forscher etc.) im Hinblick auf unsere pädagogische Konzeption und eine entsprechend anregende Lernumgebung mit vielfältigen Handlungs-, Erfahrungs- und Erlebnismöglichkeiten auch zum selbstorganisierten, sozialen und kooperativen Lernen neu gestaltet werden. Mit Schulträger und Hochbauamt haben bereits erste Gespräche stattgefunden. Jetzt gilt es auf verschiedenen Wegen (z.B. Brainstorming von Schülern, Eltern, Lehrkräften, Mitarbeitern u.a., Besuche in anderen Einrichtungen und Schulen u.v.a.m.) Ideen zu sammeln, auszuwerten, gemeinsam zu planen und umzusetzen, denn:

„Schönheit von Schulen (…) ist kein pädagogisches ‚Schöner Wohnen‘.

Ihre Schönheit ist Ausdruck der Haltung gegenüber Kindern“

 

Reinhard Kahl, Dokumentarfilm: „Der Raum ist der dritte Pädagoge“

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