Partizipation der SchülerInnen am Schulleben

Grundsätze und Ziele:

- „Kinder haben ein Recht auf Partizipation“,  dies wird in der von der UNO 1989 verabschiedeten  „Kinderrechtskonvention“ festgelegt. Hier wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie u.a. ein Recht auf Meinungsbildung und Mitbestimmung haben (Artikel 12 und 13).

- Damit Kinder zum demokratischen Handeln befähigt werden können, ist es erforderlich sie bei der Entwicklung von Kompetenzen für den gleichberechtigten, respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Menschen, mit Differenzen und Konflikten zu fördern (Demokratische Kompetenzen, Kommunikative Kompetenzen, Soziale Kompetenzen, Medienkompetenzen).

- Wir wollen die bestehende gelingende Kommunikation an unserer Schule pflegen sowie weiter ausbauen und den Schüler/innen dadurch ein hohes Maß an Partizipation an unserer Schule gewährleisten.

- Ziele2013/14: Schülerrat/ Schulparlament bilden und auf der neuen Homepage werden die Kinder Gelegenheit haben, je nach ihren Fähig- und Fertigkeiten, eigene Beiträge zu leisten. 

Beteiligungsformen:

Partizipationsmethoden

Morgenkreis, Kreisgespräche, Planarbeit, Klassenrat, Klassensprecher, Schülerfeedback, Projekte, Monatsfeiern, Klassenpatenschaften, Ideenwerkstatt

Mitarbeit am Schulprogramm

Die Schülerinnen und Schüler wurden und werden in die Schulprogrammarbeit eingebunden, indem sie beispielsweise in ihren Klassen Plakate mit ihren Wünschen und Vorstellungen zum Thema Schule gestalten. Diese sollen je nach Jahrgangsstufe, den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler malerisch und/oder schriftlich ausgeführt werden.

Unterricht/Schulalltag

Innerhalb des Unterrichts bzw. dem Schulalltag und teilweise auch abhängig von der Altersstufe reichen die Partizipationsformen von der Teilhabe (z.B. täglich freie Wahl der wechselnden Freizeitangebote, selbstständige Einwahl der halbjährig wechselnden AG-Angebote, Bearbeitung des TPs oder WPs etc.), über die Teilnahme an vorbereiteten Projekten/Aktionen (z.B. selbstständig geplanter und vorbereiteter Schul-T-Shirt Verkauf, Wandgestaltung Innenhof, Teichbau  Innenhof, Übernahme der Lehrerrolle, Verkaufsgegenstände herstellen für den Weihnachtsbazar, Wünsche und Anregungen für das Schulessen über das eingeführte Lob-und Tadelbuch des Schulkochs etc.), über die Möglichkeit der Mitwirkung (Interviews, Fragebögen, Anliegen der Schulleitung mitteilen - beispielsweise Wunsch nach besonderem AG-Angebot, Medienwünsche für die Kinderbibliothek), hin zur Mitbestimmung (Bau des Insektenhotels, Referatsthemen, Gestaltung und Ablauf von Festen und Feiern, Klassenausflügen, Reihenfolge und/oder Inhalte von Unterrichtsthemen, Theaterstücke, Einführung des Klassenrates, Pausenhofgestaltung, etc.)  bis hin zur Selbstbestimmung von Projekten und Vorhaben, bei denen die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich planen und gestalten („Wir wollen eine Fußballkiste bauen“, „Wir wollen einen Tanz einstudieren und diesen auf der Monatsfeier vorführen.“, „Wir haben ein Lied mit Instrumenten eingeübt und wollen es euch vorführen.“, „Wir führen euch ein Rollenspiel vor.“ etc.).[1]

Evaluation

- Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen haben auch die Gelegenheit am Ende ihrer Grundschulzeit, sozusagen als „Experten“ mündlich oder schriftlich ihre Schulzeit zu bewerten und/oder Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten. Die Ergebnisse nimmt die Schulleitung entgegen und stellt diese in den unterschiedlichen Gremien vor.

- Die Schülerinnen und Schüler nehmen an Interviews zum Thema Ganztagsschule der Gießener Teilstudie der Studie zur Entwicklung von Ganztagschulen (StEG-Q) –Erhebungszeitraum 2013-2014-teil.

 



[1] Vgl.: Schröder, Richard: Kinder reden mit. Beltz Weinheim und Basel 1995, S.15ff.