Kooperation mit der Diakonie

Der engste Kooperationspartner der Grundschule Gießen-West ist die Gemeinwesenarbeit Gießen-West der Diakonie.

Die Einrichtung der Gemeinwesenarbeit im Wilhelm-Liebknecht-Haus umfasst vier Arbeitsbereiche:

  • Kindertagesstätte (Integrationsplätze, Psychomotorik, Waldnachmittag)

  • Schülerclub (Hausaufgabenbetreuung für Halbtagskinder, Freizeitangebote, Psychomotorik, Abenteuer- und Erlebnispädagogik, Soziale Gruppenarbeit, Integrierte Tagesgruppe)

  • Jugendclub (Hausaufgabenbetreuung für ältere SchülerInnen, Einzelberatung, Freizeiten, Hilfe bei der Berufswahl)

  • Erwachsenenarbeit (Allgemeine Lebensberatung, Schuldnerberatung, Gruppenangebote für Frauen, junge Mütter und Senioren)

     

    Eine weitere Einrichtung der Diakonie im Stadtteil ist der Holzpalast des Jugendtreffs direkt neben der Schule.

    Die Grundschule Gießen-West (GGW) intensiviert und entwickelt die bestehende sehr enge Kooperation mit der Gemeinwesenarbeit der Diakonie im Stadtteil stetig weiter.

     So entstand vor einigen Jahren das Soziale Gruppentraining, das sowohl im Wilhelm-Liebknecht-Haus als auch im Holzpalast des Jugendtreffes in der Paul-Schneider-Straße stattfindet. Die jeweiligen gemischten Schülergruppen werden von einem festen Team, bestehend aus zwei hauptamtlichen Mitarbeitern, geleitet. Das Gruppentraining beginnt im 2. Schuljahr, findet einmal in der Woche statt und dauert zwei Jahre.

     

    Die rechtliche Grundlage ist § 29 i.V.m. § 27 KJHG (SGBVIII).

    Die Teilnahme an sozialer Gruppenarbeit soll

  • bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen helfen und

  • auf der Grundlage eines gruppenpädagogischen Konzepts die Entwicklung (…) durch soziales Lernen in der Gruppe fördern.

    Dies geschieht insbesondere durch die Stärkung der Beziehungs- und Verantwortungsfähigkeit, durch Einübung und Reflektion der Regeln des Zusammenlebens und durch den Abbau von Ängsten und Vorurteilen.

     

    Soziale Gruppenarbeit

  • ist das bewusste Steuern und Gestalten von Prozessen innerhalb einer Gruppe und ihren Mitgliedern. Die soziale Gruppenarbeit hat das Ziel, dass von den Mitgliedern innerhalb der Gruppe Kräfte entwickelt werden, die der Gruppe und dem sozialen Umfeld förderlich sind.

  • sind Räume zum Entdecken und Erleben der individuellen Persönlichkeit im Kontext einer Gruppe. Die Wahrnehmung für sich und für Freunde wird sensibilisiert. Aus den inneren Entwicklungstendenzen heraus wird erlernt, persönliche Ziele mit sozialen Erwartungen und Rollenanforderungen in Einklang zu bringen.

  • soll die sozialen Handlungsmöglichkeiten der Kinder erweitern, sie sollen alternative Handlungsstrategien erfahren und erlernen können. Die Gruppe als soziales Lern- und Erfahrungsfeld ist für Kinder geeignet, die in Entwicklungsschwierigkeiten stecken und durch problematische Verhaltensweisen auffallen.

     

    In regelmäßigen Abständen finden Austausch- und Informationsgespräche zwischen den MitarbeiterInnen des Sozialen Gruppentrainings und den KollegInnen der GGW statt.

     

    Des Weiteren ist es der Gemeinwesenarbeit gelungen eine wohnortnahe im Stadtteil gelegene Integrierte Tagesgruppe zu installieren. Die Kinder im Grundschulalter ab sechs Jahren besuchen die GGW und sind nach Schulschluss bis in die Abendstunden in der Integrierten Tagesgruppe, welche im Wilhelm-Liebknecht-Haus stattfindet, untergebracht. Somit ist sowohl eine intensive Zusammen­arbeit mit den KollegInnen der GGW als auch mit den Erziehungsberechtigen durch den wohnort­nahen Betreuungsort gegeben.